FÜR STALIN
Rote Marine-Zeitung
Nr. 23 - 18. Juli 1941
Pilot Grechischnikow und Navigator Wlassow versenkten zwei feindliche Transporter
Zerstörung einer Panzerkolonne
Die Piloten kehren von einem weiteren Kampfeinsatz zurück. Es war bereits ihr erster Einsatz an diesem Tag. Die Bomber waren wiederholt geflogen, um die gegnerischen Panzer anzugreifen, die in den Außenbezirk der Stadt "N" vorgedrungen waren.
"Wir mussten durch Gewitterwolken absteigen", erinnert sich der Kommandant. "Ein Blitz erhellte die Panzer, die zwischen dem Rauch der Explosionen hindurchkrochen. Der Feind war gerissen. Er versuchte, sich hinter dem Gewitter zu verstecken. Aber wir haben den Feind überlistet."
Der Navigator warf zielgenau Bomben auf die feindliche Infanteriekonzentration und löste ihre Formation auf. Die gesamte Einheit der faschistischen Panzer, die sich in Panik zurückzog, wurde zerstört. Der Pilot manövrierte geschickt durch die Gewitterwolken und drückte tiefer, so dass sein Navigator und seine Bordschützen-Radios die Möglichkeit hatten, präzise zu feuern.
Er tauchte ab und feuerte, bis seine Munition erschöpft war.
"Nur noch ein paar Schuss", dachte Leutnant D. und beschloss, den verbliebenen Feind aus der Luft zu erledigen.
Die Bomber des Geschwaders kehrten wieder um und griffen den Sammelplatz der deutschen Panzer an. Der Kommandeur gab den Piloten das Signal, sich auf den Angriff vorzubereiten.
Die Deutschen drängten ihre Infanterie auf die Straßen. Die Piloten schlugen erneut zu. Der Feind geriet in Panik. Die Panzer brannten, Explosionen dröhnten.
Die Kolonne war vernichtet. Der Auftrag war erfüllt. Die Piloten kehrten zur Basis zurück.
S. Boitsov
Aus dem sowjetischen Informationsbüro (Abendbericht, 17. Juli)
Während des ganzen 17. Juli kämpften unsere Truppen an den Frontabschnitten Pskow-Porkhov, Lida, Smolensk, Nowograd-Wolynski und Bessarabien. Im Ergebnis der Kämpfe kam es zu keinen größeren Veränderungen.
Am 17. Juli setzte unsere Luftwaffe ihre Operationen gegen die feindlichen Truppen fort und zerstörte die Flugzeuge auf deren Flugplätzen. Vom 15. bis einschließlich 16. Juli haben unsere Flieger 98 feindliche Flugzeuge zerstört. Unsere Verluste: 23 Flugzeuge.
Auf den Grund des Meeres...
Eine große Gruppe feindlicher Transporter, die als neutrale Schiffe getarnt waren, befand sich auf dem Weg in den Golf von Riga. Sie wurden von deutschen Patrouillenschiffen eskortiert.
Unsere Aufklärer koordinierten den Angriff.
Unsere Flugzeuge flogen los, um sie abzufangen. An der Spitze - Pilot Grechishnikov und Navigator Vlasov.
"Jetzt!" Wlassow nutzte den Augenblick und gab das Signal zum Angriff.
Bomben regneten herab. Ein Transporter ging in Flammen auf.
Ein anderer stürzte mit dem Heck voran in die Tiefe. Feindliche Matrosen stürzten sich ins Wasser.
Die Patrouillenschiffe zerstreuten sich. Rauch und Feuer breiteten sich über den Golf aus.
Der erste große Sieg unserer Marinefliegerei!
Am Abend wurde eine Kundgebung abgehalten. Grechishnikov und Vlasov berichteten dem Geschwader über ihren erfolgreichen Kampfeinsatz.
Das sowjetische Volk wird sich für immer an die Namen dieser Helden erinnern.
Evg. Stepanow
Seite 2
Anstelle eines Rückblicks - Operatives "Kampffaltblatt"
Piloten, Kommandanten - die Erfüllung von Kampfaufträgen ist die Hauptaufgabe des "Kampfblattes". Dieses Merkblatt duldet keine Ausreden oder Verzögerungen. Es ist der Befehl des Kommandeurs auf Papier geschrieben.
Ein Kampfblatt hebt den Willen, stärkt die Kampfmoral, spornt zu Taten an. In ihm teilen die Kameraden an der Front ihre Kampferfahrungen.
Das Merkblatt lehrt, was für den Flieger im Kampf am wichtigsten ist: Mut, Gelassenheit, Geschicklichkeit. Es lenkt den jungen Flieger, härtet ihn ab, lehrt ihn, den faschistischen Feind erbarmungslos zu schlagen.
Das "Kampfflugblatt" ist eine Waffe der bolschewistischen ideologischen Erziehung. Es organisiert, mobilisiert und spornt zum Heldentum an.
B. Sarnin
Ecke Satire - DIE ANDERE WEGWEISUNG
General von Skoroberg sitzt nachdenklich da und legt die Stirn in Falten. Die Lage an der sowjetisch-deutschen Front ist außergewöhnlich.
Adjutant: "Genosse General! Berichte von der Front."
General: "Lies."
Adjutant: "Wir haben 106 Panzer in Gefechten verloren. Die halbe Infanteriedivision wurde ausgelöscht. Fünf Flugzeuge übrig."
General: "Das ist nicht gut. Lesen Sie mehr."
Adjutant: "In der Geschichte der Kriege hat es noch nie eine solche Flucht gegeben."
General: "Die Geschichte sollte umgeschrieben werden."
Adjutant: "Unsere Divisionen sind umzingelt."
General: "Na und? Schreiben Sie, dass wir die Russen eingekesselt haben."
Adjutant: "Was sollen wir mit den Truppen machen, General?"
General: "Die Truppen sollten bis zum Winter ausharren."
Adjutant: "Aber es ist Sommer, General."
General: "Dann schreiben Sie, dass es schon Winter ist."
Adjutant: "General, soll ich schreiben, dass unsere Armee auf dem Rückzug ist?"
General: "Nein. Schreiben Sie, dass sie ein organisiertes Manöver durchführt."
Adjutant: "General, aber wir haben alle Panzer verloren."
General: "Dann schreiben Sie, dass wir noch Panzer haben, nur unsichtbare."
Adjutant: "General, der Führer ist wütend."
General: "Das ist eine Lüge. Schreiben Sie, dass er glücklich ist."
Jakow Rudin
Gerissenheit im Luftkampf
Hitlers Piloten versuchen oft, der Zerstörung durch scharfe Manöver zu entgehen, in der Hoffnung, sich unserer Verfolgung zu entziehen.
Aber unsere Falken kennen viele Tricks im Luftkampf.
Im Kampf lassen unsere Piloten den Feind oft glauben, dass er entkommen ist, und greifen dann plötzlich von oben oder von der Seite an.
Manchmal gibt unser Pilot vor, sich zurückzuziehen, und der Faschist taucht hinter ihm her, nur um unten den Tod zu finden.
Die Nutzung der Höhe, die Wolkendecke, scharfe Kurven, vorgetäuschte Rückzüge - all das sichert den Sieg.
Unsere Falken sind geschickt, einfallsreich, gerissen und gnadenlos.
Seite 3
Brief von Matrosen der Nordflotte
Wir, die Matrosen des Nordens, grüßen unsere Kameraden, die auf der Ostsee, dem Schwarzen Meer und der Donau kämpfen. Der Feind ist gemeinsam, die Sache ist eins - die Zerschlagung des Faschismus.
Die Nazis kommen nicht vorbei!
Unsere Bomber treffen feindliche Konvois, unsere U-Boot-Fahrer versenken Transporte. An Land kämpft unsere Infanterie hartnäckig.
Es lebe die Einheit von Roter Armee, Marine und Luftwaffe!
Gedicht
Der Himmel dröhnt, die Schlacht tobt,
Sowjetische Falken fliegen vorwärts,
Über der Ostsee findet der faschistische Feind
wird sein feuriges Grab finden.
Seite 4
Von der Frontlinie
Unsere Artilleristen haben an einem Tag mehr als 20 Panzer zerstört.
In einem anderen Sektor haben Kavallerieeinheiten die feindlichen Nachschubwege abgeschnitten.
Nachts griffen unsere Bomber feindliche Flugplätze an und setzten Hangars und Treibstoffdepots in Brand.
Das sowjetische Volk gibt alles für den Sieg. Arbeiter und Kolchosbauern schicken Geschenke an die Front.
Das letzte Wort:
Wir werden die faschistische Bestie zerschlagen!
Tod den deutschen Besatzern!
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